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DESIGN FOR ALL

Barrierefreiheit für alle Menschen

»Barrierefrei sind bauliche Anlagen, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind«. Hiermit verlangt das Behindertengleichstellungsgesetz Barrierefreiheit für den öffentlichen Raum.

Barrierefreiheit ist die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der gestalteten Lebensbereiche für alle Menschen. Der Zugang und die Nutzen müssen für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe möglich sein.

Barrierefreie Produkte

Ein Produkt gilt als barrierefrei, wenn es von möglichst allen Menschen in jedem Alter mit unterschiedlichen Fähigkeiten weitgehend gleichberechtigt und ohne Assistenz bestimmungsgemäß benutzt werden kann.

Technische Anforderungen sind:  

  • Große Rutschfestigkeit von Oberflächen
  • Gute Begeh- und Befahrbarkeit
  • Gute taktile Wahrnehmung
  • Ausreichende Farbkontraste
  • Geringer Fugenabstand
  • Guter Wasserablauf
     

Norm bzw. Regelwerk

Inhalt

DIN 18040-1
Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude (ersetzt die DIN 18024-2)

  • definiert Anforderungen für Gebäudeteile und zugehörige Außenanlagen, die für die Nutzung durch die Öffentlichkeit vorgesehen sind
  • formuliert sensorische Anforderungen (visuell, akustisch, taktil) sowie Schutzziele

DIN 18040-3
Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum (ersetzt die DIN 18024-1)

  • regelt Maße für benötigte Verkehrsräume mobilitätsbehinderter Menschen
  • stellt Anforderungen an Information und Orientierung, wie das Zwei-Sinne-Prinzip (mind. 2 von den 3 Sinnen Hören, Sehen, Tasten anbieten)
  • regelt Oberflächen
  • regelt Mobiliar im Außenraum oder Wegeketten

DIN 32984
Bodenindikatoren im öffentlichen Raum

  • beschreibt Geometrie und Einsatz von Bodenindikatoren

DIN 32975
Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung

  • legt Grundlagen für die Fragen der Erkennbarkeit durch Kontraste, Farbwahl und Beleuchtung fest

H BVA 2011
Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für  Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)

 

BODENINDIKATOREN UND BEGLEITSTREIFEN

Bodenindikatoren erfüllen als Leitstreifen eine führende Funktion und weisen als Aufmerksamkeitsfelder auf Gefahren hin.  Rippenstrukturen werden zur Anzeige der Gehrichtung in Leitstreifen oder Richtungsfeldern oder in Auffindestreifen zur Anzeige von Zielen im Gehbereich (z. B. für Blindenleitsysteme, seitlich gelegene Ein- und Zugänge, für Haltestellen), Einstiegspunkte und als Sperrfeld (bei getrennten Querungen) verwendet.

Noppenstrukturen sind in der Regel dort einzusetzen, wo eine »erhöhte Aufmerksamkeit« von blinden oder sehbehinderten Menschen auf ihrem Weg gefordert wird (z. B. Warnung vor Hindernissen, Niveauwechsel, Anzeige von Richtungswechsel oder Abzweigungen im Leitsystem, Anzeige von Querungsstellen über die Fahrbahn). 

Profil

 

Abstand der Scheitelpunkte [mm]

Rippenbreit bzw.
Noppendurchmesser [mm]

Rippen- bzw. Noppenhöhe [mm]

 

Rutsch-widerstand

Rippenstruktur
mit trapezförmigem Querschnitt

38 / 50

10

4,5

R 13

Noppenstruktur
aus diagonal angeordneten Kegelstümpfen

60

20

4,5

R 13


Bodenindikatoren müssen gemäß DIN 32984 zum umgebenden Bodenbelag bzw. zum Begleitstreifen einen ausreichend großen Leuchtdichtekontrast aufweisen. Dieser muss mindestens K ≥ 0,4 betragen. Bei ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen darf keine Reflexionsblendung auftreten. Für Blindenleitstreifen ist eine weiße Farbgebung sinnvoll.

Um die Erkennbarkeit der Leitstreifen zu verbessern, ist bei nicht ausreichendem Kontrast zwischen dem Bodenindikator und dem Umgebungsbelag ein Begleitstreifen erforderlich. Dieser wird in der Regel einseitig angeordnet. Bei hellen Umgebungsbelägen mit geringem Kontrast zum Leitsystem werden zweiseitige Begleitstreifen angeordnet.

Eine Kombination mit einem Kontrastwert K ≥ 0,4 zwischen Bodenindikator und Begleitstreifen ist zum Beispiel: Leitsystem, Farbe weiß, mit Begleitstreifen, Ausführung kugelgestrahlt (Pasand), Farbe basaltanthrazit.   

KASSELER SONDERBORD® UND KASSELER QUERUNGSBORD®

Barrierefreie Bus- und Bahnhaltestellen und barrierefreie Querungen von Fahrbahnen zu Geh- und Radwegen erleichtern maßgeblich die Mobilität nicht nur von behinderten Menschen, sondern auch von in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen wie z.B. ältere Mitbürger, Eltern mit Kinderwagen und kleinen Kindern, Urlauber mit Koffern etc.. Das Kasseler Sonderbord® und das Kasseler Querungsbord®-System sind unverzichtbare Bestandteile der barrierefreien Mobilitätskette.

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    Blockstufen

    Kontrastreich!

Blockstufen und Winkelstufen mit Kontraststreifen

Öffentliche Treppenanlagen sind grundsätzlich barrie­refrei zu gestalten und ohne Richtungsänderung zu planen. Gleich­zeitig sind sie rutschfest, trittsicher und dauerhaft auszuführen.  Gemäß DIN 32984 sind mindestens die erste und die letzte Stufe über ihre gesamte Breite mit einem kontrastierenden Streifen zu kennzeichnen. Der Leuchtdichtekontrast zwischen Markierung und Treppenoberfläche gemäß DIN 32984 muss K ≥ 0,4 sein. Entsprechend den Empfehlungen der COST 335 sind alle Stufen zu markieren.

  • Kontraststreifen aus Natursteinvorsatz (5 x 8 cm)
  • Machbar in Blockstufen und Winkelstufen
  • Fugenlose, dauerhafte Anbindung im Auftritt
  • Oberflächenbündige Anordnung
  • Mögliche Farbkombination zur Einhaltung des Leuchtdichtekontrasts: Kugelgestrahlte Oberfläche, PASAND - basaltanthrazit mit granitweiß oder granitgelb
     

FAHRSTUFEN

Zur stufenlosen Überbrückung von Höhenunterschieden in Treppenanlagen eignen sich Fahrstufen (z.B. mit Kinderwagen, Fahrrad etc.). Fahrstufen werden in kugelgestrahlter Natursteinoberfläche objektbezogen gefertigt und besitzen eine Länge von 1,00 m. Sie sind problemlos mit konventionellen Blockstufen kombinierbar. Erhältlich mit oder ohne den dauerhaften und ökologischen Oberflächenschutz »b.c.s.«-Technologie.
 

Spezialprodukte für Bahnhöfe - Schraffurausbildungen

Die Sicherungsmaßnahme »Schraffur« ist eine linienförmige Markierung konstanter Breite, die von der Bahnsteigkante über die frei zu haltende Fläche verläuft. Zum Anlegen dieser Sicherungsmaßnahme »Schraffur« gemäß der DB-Richtlinie aus der Modulfamilie 513 stehen wahlweise Diagonalsteine oder Rautensteine zur Verfügung. Kombiniert mit dem Format 30 x 30 cm entstehen diagonale Linien, die in einem Winkel von 45° zur Bahnsteigkante verlaufen.

Der Anschluss an die gerade verlaufende Fläche lässt sich durch die Rasterausbildung im 30 cm-Maß mühelos und ohne Schnittaufwand ausführen. Das Fugenbild wird nicht gestört. 
Ausführung: Kugelgestrahlte Oberfläche (PASAND), Farbe granitweiß, basaltanthrazit, mit oder ohne Oberflächenschutz »b.c.s.«-Technologie

Breite x Länge x Dicke
[cm]

Typ

Gewicht
[ca. kg/m²]

Rutschwiderstand

Normalstein
30 x 42,4 x 8

DIN EN 1338 D I K

180

R 13

Halbstein
30 x 21,2 x 8

DIN EN 1338 D I K

180

R 13